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Internetbetrug – darauf sollten sie achten

Internetbetrug
© ronstik - Shutterstock.com

Dass Verbraucher hereingelegt werden sollen, um sie finanziell zu schädigen, ist keine Erfindung des Internets, hat sich aber seit dessen Bestand in vielfacher Weise gezeigt. Schon vor Jahrzehnten wurden Menschen angerufen und ihnen erzählt, sie hätten in der Lotterie gewonnen oder es wäre ein reicher Angehöriger verstorben usw. auf diese Weise wird auch heute noch versucht, dem Verbraucher das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Was wird genau unter Internetbetrug oder auch Onlinebetrug verstanden? Definiert wird Internetbetrug als ein Vorgang, der im Internet vollzogen wird und das Ziel hat, potenzielle Opfer zu finden, zu betrügen und einen finanziellen Gewinn daraus zu erzielen. Das kann über Informationen zu Bankkonten geschehen oder durch einen Abschluss von Verträgen oder den Kauf einer Sache. Ganz besonders schnell passiert es, dass der heimische Computer mit einem bestimmten Programm „infiziert“ wird, ausgespäht und ausgenutzt wird.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten für den Internetbetrug

Bei den Internetbetrügereien werden nicht nur die Computerbesitzer im Laufe der Zeit schlauer, sondern auch diejenigen, die in böser Absicht aktiv werden. So passiert es immer noch, dass trotz Virenprogrammen und Firewalls auf privaten oder geschäftlichen Computern Betrügereien vorkommen.

Sogenannte Phishing-Mails

Sehr beliebt ist leider das Versenden von irreführenden Emails an Personen, Gruppen oder Firmen, mit dem Zweck, an die persönlichen Daten zu gelangen. Man sollte also vorsichtig damit sein, seine Emailadresse jedem weiterzugeben, denn sie stellt die Verbindung zum persönlichen Endgerät dar. Das muss nicht zwingend der Computer sein, auch das Smartphone oder das Tablet können dabei ausgespäht werden.

Phising
Das abfischen von Passwörtern im Internet nennt man Phishing
(© wk1003mike – Shutterstock.com)

Es gibt zwar immer noch die Versendung von massenhaften Mengen an Emails mit dem Zweck, dass schon irgendjemand darauf hereinfällt und die gewünschten Daten freigibt, aber häufig gelangen die Betrüger einfach über Social-Media-Kanäle an die gewünschten Adressen.

Der Verbraucher bekommt eine Mail mit der Aufforderung, einen Link zur Kontrolle des Kontos anzuklicken, ob bei der Bank oder bei PayPal. Über diesen Link gelangen die Betrüger auf den PC des Opfers und können dadurch alle ans gleiche Netzwerk angeschlossenen Geräte manipulieren.

Identitätsdiebstahl

Das Ziel von Identitätsdiebstahl ist entweder ihren guten Ruf zu schädigen oder einfach nur Geld zu ergaunern. Dies kann für sie schwerwiegende Folgen haben. So werden oft mit ihren Daten Konten bei Online-Händlern erstellt um dann auf ihre Kosten zu shoppen, bei ihren bekannten um Geld gebettelt oder in ihrem Namen andere zu beschimpft oder zu denunziert.

Identitätsdiebstahl
Der Identitätsdiebstahl ist für viele Betroffen ein reiner Alptraum
(© Elnur – Shutterstock.com)

In jedem Fall ist das für denjenigen der Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist ein Alptraum. Viele Betrüger besorgen sich die Daten aus den Sozialen Medien. Hier werden oft viel zu leichtsinnig wichtige Informationen wie Arbeitgeber, Geburtsdaten, Verwandtschaftsverhältnisse, Adressen, Freunde oder Hobbies gepostet. Hier sollte man zweimal nachdenken bevor man solche Daten postet.

Emails mit Betrugsabsichten

Der Verbraucher erhält eine Mail von einem gefälschten Absender und soll beispielsweise in einer Lotterie gewonnen haben. Man müsse jedoch vorab Geld einzahlen, wegen Gebühren oder sonstigen Gründen. Dann könnte der Gewinn ausgezahlt werden, was natürlich nicht der Fall ist. Es ist auch möglich, über einen Link Zugang zu den Kreditkartendaten des Verbrauchers zu bekommen und diese dann zu missbrauchen.

Vielleicht etwas aus der Mode gekommen, aber immer noch möglich sind die Grußkarten-Betrüger. Sie senden dem Verbraucher eine Mail mit einer Grußkarte als Anhang, der über einen Link geöffnet werden kann. Natürlich ist auch dieser Link nur dazu da, dass sich eine Schadsoftware auf dem Computer installiert und alle Aktivitäten des Benutzers verfolgt und missbraucht.

Fake Shops

Fake Shops sind nach wie vor eine gängige Betrugsmasche. Dies Shops dienen dazu um Kaufwillige abzuzocken. Fake-Shops sind oft sehr professionell gemacht, so das man diese nicht auf den ersten Blick von seriösen Shops unterscheiden kann. Mit einem scheinbar sehr günstigen Preis werden die möglichen Online-Käufer angelockt.

Fake-Shop Betrug
Vorsicht beim Einkaufen bei unbekannten Online-Shops
(© EugeneEdge – Shutterstock.com)

Alles Fake Shops haben eines gemein, erst wenn sie im voraus bezahlt haben bekommen sie oft eine sehr minderwertige Ware oder überhaupt keine Ware geliefert. Sehr oft werden die Käufer dann hingehalten und mit Lieferschwierigkeiten argumentiert, bis dann nach wenigen Wochen oder auch Tagen der Online-Shop nicht mehr erreichbar ist.

Spenden betteln

Emotionale Emails mit herzergreifenden Geschichten werden ebenso gerne verschickt wie solche, die sogar behaupten, dass der Empfänger Gefahr läuft, ermordet zu werden, wenn man nicht…. Alles läuft darauf hinaus, über eine Vielzahl an Folgemails immer wieder neue Behauptungen und Forderungen aufzustellen, die letztlich nur darin enden sollen, dass Geld gezahlt wird.

Wie kann man sich vor Internetbetrug schützen?

Um das Internet auch weiterhin ohne Schaden benutzen zu können, sollten Verbraucher als erstes dazu übergehen, nicht unbedacht zu handeln. Man sollte sich sehr genau ansehen, wer welche persönlichen Informationen erhält, wer die Zahlungsdaten bekommt und in welchem Shop man online einkauft. Der gesunde Menschenverstand kann nicht durch eine gute Antivirensoftware ersetzt werden, aber genau diese ist sehr hilfreich.

Antiviren Software
Eine Antiviren Software sollte auf jedem Computer installiert sein
(© Rawpixel.com – Shutterstock.com)

Zusammenfassend kann man sagen, dass folgende Vorkehrungen helfen, die persönliche Sicherheit im eigenen Netzwerk zu gewährleisten:

  • Antivirensoftware installieren
  • Keine Kreditkartendaten oder Kontodaten in Emails mitteilen
  • In sozialen Medien im Internet keinesfalls persönliche Informationen teilen
  • Nur in vertrauenswürdigen Onlineshops einkaufen. Diese sind am Zeichen für Datenverschlüsselung und an HTTPS-Zertifikaten zu erkennen
  • Nicht auf Mails von Unbekannten reagieren, die auffordern, einen Links in der Mail anzuklicken, um Kontodaten zu aktualisieren

Noch ein Tipp zum Schluss. Wenn man auf den Absender der Mail klickt, wird die Emailadresse des Absenders angezeigt. Meistens handelt es sich dabei um eine sehr lange und aus allen möglichen Zeichen zusammengesetzten Mailadresse, die in dieser Art nicht vertrauenswürdig ist.

Die Hausbank, PayPal und andere Plattformen schreiben gewöhnlich ihre Kunden direkt an und haben die entsprechende Absenderkennung. Außerdem sind diese Mails fehlerfrei und gut formuliert und besitzen immer wenigstens teilweise unkenntlich gemachte Informationen, um zu erkennen, dass es sich um einen bekannten Absender handelt.